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Spätlese

Gedichte 2000 ff.

 

 

 

 

Acht...samkeit

 

Acht Jahrzehnte, Eighty Years -

Glückwunsch, alter Freund, und Cheers!

Vierzig Monde noch, und ach:

Feierst Du dann tausendfach!

 

* * *

 

Die Vergangenheit scheint mächtig,

Und die Zukunft nun bedächtig –

Doch des Lebens bunte Fahrt

Lebt nur in der Gegenwart ...

 

All der Zeiten eingedenk:

Jeder Tag war ein Geschenk ...

So verehrt der Weise wohl

Auch der Nächte Gegenpol

 

Durch die Zeiten, durch die Räume

Wandern Wirklichkeit und Träume ...

Hier und da und immerhin

Winkt ein wundersamer Sinn

 

Und es strömt und perlt und weist

Fern ein transzendenter Geist

Auf das Ganze hin und gibt

Liebe, die einander liebt ...

 

20.5.2018

 

 

 

Blütensang

 

Die Nächte einst im Überschwang,

wo Blicke Wünsche lasen -

ein Sehnen nun, so froh und bang,

mit Tagen, ausgefüllt und lang,

die Jahre aber rasen ...
 

Wie einst das Leben in uns drang,

so über alle Maßen -

und doch, der schönste Blütensang

ertönte, wenn wir ohne Zwang

still beieinander saßen ...

 

 

 

Insgeheim

 

Geheimnisvolles Blätterrauschen,

Als ob der Himmel sich verneigt -

Denn alle Kreaturen lauschen,

Wo das erhabne Eine schweigt

 

Geheimnisvolles Seelenspüren

Ob Du nun nah bist oder weit -

Nun öffnen sich die schweren Türen

Zur Welt der Unergründlichkeit

 

Geheimnisvolle innre Stimmen,

Sie flüstern, was noch niemand glaubt -

Und Hoffnungen, die Weiterglimmen

Nach Dir und uns und überhaupt

 

Geheimnisvolles Insgeheim -

Kurz vor der Überwindung,

Legt nun mein Liebestod den Keim

Zur ewigen Verbindung ...

 

 

 

Wenn    Du Dir

ein Herz fasst und es ist auch noch

zufällig meines und Du fasst Dir noch ein Herz

und sagst es mir, was Du Dir wünscht, dass

Du fühlst, wie Dein Herz sich so gerne

an das meine kuschelt, dann bin

ich sofort und ganz und gar

und ganz zweifelsfrei

glücklich

...

 

 

 

Schnee

 

Schneeflocken fallen sacht und unaufdringlich

In jenen tiefen Schoß, der Erde heißt -

Und Worte fallen so unwiederbringlich,

Bis lautes Schweigen alles niederreißt

 

Schneekristalle glitzern zaubersam,

Erzählen raunend aus der Welt des Lichts -

Und Deine Augen glitzern feucht und warm:

Sie wissen alles, doch Dein Mund sagt nichts

 

Schneewehen lösen Zeit und Raum auf,

Du suchst nach Worten, doch Du findest keins -

Und neue Rätsel tauchen Dir im Traum auf:

Und Wort und Stille, Licht und Nacht sind eins ...

 

 

 

Göttergunst

 

Andere zeigen ihre Wut

oder ihren Neid bloß -

uns dagegen geht es gut,

innerlich und zeitlos …

 

Andere laufen gegen Wände,

stumm und unversöhnt -

wir ergreifen unsere Hände

und das Leben strömt …

 

Massen, die alleine sind,

oder überlastet -

Deine Locken grüßt der Wind

und die Seele rastet …

 

Eifrig irren sie umher,

andere zu verdammen -

uns jedoch fehlt gar nichts mehr

als viel Zeit zusammen …

 

Geister, die nur Leiber seien,

tönen all die Spötter -

Du und ich jedoch, wir leihen

uns die Gunst der Götter …