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Hilmar Alquiros
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1.Auflage: 1992/X by Hilmar Alquiros ( h.e.)
Hauch-Zart

Gedichte 1981 ff.
Nähe
Du bist so nah
Und doch so fern -
Ganz einfach da
Hätt' ich Dich gern ...
Bis auf den Kern
Traf, was geschah -
Du bist so fern
Und doch so nah ...
Nearness
You are so near
And yet so far –
Could you be here
I miss you, ahhh…
It touched the core,
What’s known, my Dear –
You are so far
And yet so near…
Tief-Atmung
Du Anemonen-
Durchseelter Geist,
Sollst in mir wohnen,
Wer Du auch seist
Noch eingetaucht
Ins Blickelesen,
Bin ich durchhaucht
Von Deinem Wesen
Ich atme Dich
Tief in mich ein -
Gern will auch ich
Dein Atem sein ...
Sonett
Du lächelst so beredt und so verschwiegen,
Schenkst mir das Äußerste an Innigkeit -
Erfährst im Hochgefühl Besinnlichkeit,
Magst in Dir ruhend noch durch Sphären fliegen
Im Tal der Sterne möcht' ich mit Dir liegen,
Vereint in Lichtermeer und Dunkelheit -
Im Traumbewusstsein fern von Raum und Zeit
Ganz zart Dein Wesen an das meine schmiegen
Wie heiter Klang das Spiel der Ouvertüren,
Schwebt nun der Geist des In-die-Zukunft-Schauens,
Die Zeit bewacht uns still mit schweren Zeigern -
Da wir im Innersten noch Einheit spüren,
Und angesichts unendlichen Vertrauens
Kann nur der Tod noch unsre Liebe steigern ...
Rausch-Mittel
Du bist die Woge, die mich sanft umspült
in allen Sinnen,
Die Schwingung, die mein Schwingen fühlt
ganz tief von innen
Du bist der Klang, der all mein Lauschen küsst
in stillem Schweben,
mein Äußerstes und gleichsam mein Gerüst
im Sinn-Erleben
Du bist die Farbe, die den Regenbogen
am schönsten ziert,
mein liebster Rausch, der ohne alle Drogen
sich nie verliert ...
Sag
Ich liebe Deine Worte und Dein Schweigen,
Dein Wesen, Deine Unnachahmlichkeit,
Ich bin verzückt, wenn Deine Blicke zeigen:
Wir haben wieder für ein Weilchen Zeit
Ich liebe Deine tief verborgnen Schätze,
Die selbst noch überstrahlen, was man sieht -
Und das Vertrauen, das ich in Dich setze,
Verzaubert meinen Sinn und mein Gemüt
Ich lieb' auch Deine lieben kleinen Mucken,
Ganz ebenso wie Deine stille Kraft -
Ich spür' da was in meinen Fingern zucken,
Was uns ganz neue Wirklichkeiten schafft
Was sind wir Menschen für ein seltsam' Völkchen!
Ich frag' mich, ob's Dir ähnlich gehen mag -
Denk' ich an Dich, so schweb' ich wie auf Wölkchen
Verliebt noch mal! - was wird das werden, sag ...
Hinkunft-Song
Ich bin die langen Jahre leid,
So angefüllt mit wenig Zeit,
Ich möchte Deine Nähe wählen
Und sanfte Augenblicke zählen
So voll von Innigkeit und Charme,
Unendlich anschmiegsam und warm,
Unendlich anschmiegsam und warm ...
Ich bin die langen Nächte leid
Voll greller Oberflächlichkeit,
Ich möcht' von Eifersüchteleien
Und Habgier alle Welt befreien,
Nur einfach lieben und versteh'n,
Unendlich anschmiegsam und schön,
Unendlich anschmiegsam und schön ...
Ich bin die langen Reden leid
Und all die Chancenlosigkeit,
Ich möcht' nicht planen, sondern jetzt
Und hier nur da sein - bis zuletzt
Ein Lichtblick auf den Wegen sein,
Unendlich anschmiegsam und rein,
Unendlich anschmiegsam und rein ...
Hauchzart
Ich konnte realistisch sein
Und bin entrückt -
Ich atme Deine Jugend ein
Und bin beglückt
Verhext hast Du mein ganzes Wesen
Mit einem Hauch -
Ich kann in Deinen Blicken lesen:
Du liebst mich auch ...
Sternstunden
Der Mond sieht aus,
Als sei er nur für Dich erfunden -
Tritt still ins Haus,
Du schläfst - und er bewacht die Stunden
Das Nachtlicht wirkt,
Als möcht' es bald den Tag gebären -
Was sich verbirgt,
Will sich hervortun und bewähren
Das Leben scheint
Von neuer Schwungkraft angetrieben -
Es spürt: vereint
Nun werden wir's noch tiefer lieben ...
Treff-Sicherheit
Wie zwei Straßen, die sich unerwartet kreuzten,
Einzeln stark und stärker noch als Zweiheit,
Nicht einmal am Schluss die Nasen schnäuzten -
Ihre Nähe liebten und auch ihre Freiheit
Wie zwei Blätter, die hernieder baumeln,
Sich berührten, stark wie jene Straßen,
Immer neu beglückt im Windspiel taumeln -
Und den Boden untern Füßen fast vergaßen
Wie zwei Menschen, die auch Briefe schrieben,
Sich ein stück des Weges zu begleiten,
Unverhofftes Sich-Begegnen lieben,
Und sich nie zur Unfreiheit verleiten ...
Lieb-Äugelei
Mit Deinen lieb-verschmitzten Blicken,
An sich schon teuflisch, halb noch fromm,
Riskierst Du wachsendes Entzücken -
Ich möcht' Dir nicht nur Briefe schicken!
Ach, komm doch einfach, komm doch, komm ...
Wahr-Traum
Wir sehn uns traumhaft gerne an,
Wir können beide herrlich lachen
Und wahrhaft Leidenschaft entfachen:
Du, eine Frau, und ich, ein Mann ...
Wir sind ein traumhaftes Gespann,
Wir können alle Wege gehen,
Weil wir uns einfach toll verstehen:
Du, eine Frau, und ich, ein Mann ...
Wir lieben uns, wie man nur kann,
So frei, dass alle Ängste starben
In wahrhaft allen Liebesfarben:
Du, eine Frau, und ich, ein Mann ...
Wir lieben unsern Liebesbann,
So lässt er diesen Traum bewahren
Und uns als wahren Traum erfahren:
Dich, als die Frau, und mich, als Mann ...
Bergung
Wie Licht von Doppelsternen
Gemeinsam sein,
In absoluten Fernen
Von Einsam-Sein
Auf kein Ergebnis zielen,
Wo Leben liebt -
Sich schlicht geborgen fühlen,
Weil es Dich gibt ...
Geschehnis
Unendlich bin ich Dir verbunden,
Und meine Sehnsucht kennt kein Maß -
Ein solches Licht hab' ich gefunden,
Dass ich die Dunkelheit vergaß
Erfasst nicht auch die Erde Demut,
Wenn sie des Himmels weite sah -
Um so viel mehr ergreift mich Wehmut,
Bist Du so weit und doch so nah
Was immer auch mit uns geschähe,
Durchs Feuer würd' ich für Dich geh'n -
Wo ist ein Wort für diese Nähe,
Was ist da bloß mit uns gescheh'n?
Spür-Sinn
Wir möchten beide nur noch eins:
Den andern glücklich wissen -
Mein Sinn im Grunde meines seins
Heißt Dich zu küssen ...
In welche Tiefen, welche Höh'n
Du mich so oft schon triebst -
Ich find' das Leben wieder schön,
Seit Du mich liebst ...
Denn unsrer Liebe grüner Zweig
Kennt nur ein Für und Für -
Es dröhnt Dein kleinster Fingerzeig
In mein Gespür ...
Ich lieb' Dich und begehr' Dich auch
In schönster Wiederkehr -
Ich hab' nun alles, was ich brauch'
Und noch viel mehr ...
Zusammen-Legung
Wir hausen in zwei Körpern, die sich lieben,
Auch hat mein Geist den Deinen fühlbar gern -
Ein Wunderwesen bist Du mir geblieben,
Vielleicht kommst Du von einem andern Stern?
Zwei Nasen, die einander gerne riechen,
Zwei Menschen, die ins gleiche Glück entführt -
Am liebsten unter eine Decke kriechen
Und spüren, was der andre gerne spürt ...
Und hat man dann auch uns einmal vergraben,
Entziffern Wanderer dort einen Stein:
Sie konnten miteinander alles haben,
Nur, ohne sich zu haben, nicht mehr sein ...
Wahl-Geheimnis
Ertrinken möchte ich in Deinen Fluten,
Hinunterstürzen in Dein Meer der Lust -
Verbrennen auch in Deinen Liebesgluten,
Erfrieren, blutleer schon und noch bewusst ...
Ersticken möcht' ich unter Deinen Küssen,
Hinschmelzen, wenn Du mich berührst -
Betäubt an Deinen Augen haften müssen,
Wenn Du zu kleinen Toden mich verführst ...
Arbeitsschritte
Ich hör' so gerne, wenn Du pfeifst
Und Deine Stimmung mich erreicht,
Wenn Du vorbeikommst und mich streifst,
Dann fließt mein Atem wieder leicht,
Und auch die Arbeit geht voran
Doch unterbrech' ich dann und wann
Und höre Deinem Pfeifen zu,
Und bin ein bisschen fast schon Du,
Und bin ein bisschen fast schon Du
Ich spüre, wenn Du an mich denkst
Und ganz allmählich Deinen Schritt
Partout in meine Richtung lenkst,
Und Deine Sehnsucht schreitet mit,
Auch Deine Arbeit ging voran
Doch unterbrichst Du dann und wann
Und auch Dein Atem fließt durch mich,
Und Du bist auch ein bisschen ich,
Und Du bist auch ein bisschen ich ...
Nolde
Ein Driften, Tosen, Überweh'n
In herbstlich-abendlichen Böen,
Die nach den Himmeln gieren
So bläulich-rötlich-traurig-schön,
Ich möchte Dich im Nordlicht sehn
Und mich in Dir verlieren
Die gleiche Landschaft weht in Dir:
Dein Violett zerreißt mich schier
In dunklen Wirbelwinden
Und möcht' mich nirgends doch als hier
Im Wolkenmeer aus reinem Wir
Verloren wieder finden ...
Un-Fähigkeiten
Wir sind aus einem Geist geschnitzt,
Das wird ein Fundament sein -
Wir können schlicht sein und gewitzt,
Ganz still sein und auch ganz erhitzt,
Nur eines schlecht: getrennt sein ...
Inseln
Leise huschen Emotionen
In zwei Blicken hin und her,
Ein Umspielen, ein Bewohnen
Beider Körper und viel mehr
Ein Geheimnis gleich Millionen
Inseln, fern von jedem Meer -
Strahlt von jenseits der Neuronen
Tief und warm und immer fair ...
Farbgebung
Ich möcht' mit Dir im Jetzt und Hier
Den grauen Alltag färben,
Alt werden einmal nur mit Dir
Und friedlich mit Dir sterben ...
Ich möcht' mit Dir im Hier und Jetzt
Ein Leben lang ganz nah sein -
Ich will Dich lieben bis zuletzt
Und immer für Dich da sein ...
Du-Song 1
Du bist die Sehnsucht, die noch wacht,
Die alles nehmen mag und geben,
So leidenschaftlich und so sacht,
Du bist mein Tag und meine Nacht -
Du bist mein Leben ...
Du bist das Ziel auf meinem Weg,
Mein unverborgenes Erstreben,
Du bist das Ufer und der Steg,
Ein unverhofftes Privileg -
Du bist mein Leben ...
Du lässt des Nachts und auch am Tag
Meine Bewusstseinssphären schweben,
Du bist das Leben, das ich mag,
Geht es Dir etwa auch so, sag -
Du bist mein Leben ...
Du bist die Tiefe meines Seins,
Ich stehe fassungslos daneben,
Ein Leben ohne Dich wär' keins,
Mit einem Wort: ich weiß nur eins -
Du bist mein Leben ...
Du bist für mich, was Dir beliebt,
Mein Ein-und-Alles bist Du eben,
Ein Sinn, der sich von selbst ergibt,
Die Liebe bist Du, die mich liebt -
Du bist mein Leben ...
Nacht-Licht
Ich wache ein Uhr nachts an Deiner Seite
Und schaue den Gedankenspielen zu
Von gestern ... oder soll ich sagen heute?
Der enge Tag verlor sich in der Weite
Der Nacht - und in und neben mir bist Du ...
Ich schreibe ein Uhr nachts noch ein paar Zeilen
Und höre mich in Deinem Atem ein:
Da klingt ein Lachen leise mit und auch ein Heulen -
Magst Du die Jahresringe mit mir teilen?
Nun schmiegst Du Dich gerade Bein an Bein ...
Ich fühle ein Uhr nachts auf eigne Weisen
Was Sinn ergibt, für Dich und auch für mich,
Des Lebens Urkraft bricht wohl aus den Schleusen?
Und sollt' ich doch am Tage neu entgleisen,
Vertrau' der Nacht - hier steht's: ich liebe Dich ...
Leucht-Spuren
Denn die Liebe bleibt Geheimnis
Und der Zufall voller Sinn -
Welch' vernichtendes Versäumnis,
Gingen wir allein dahin
Welche unsichtbaren Spuren
Luden unsre Schritte ein -
Welcher Zauber der Naturen
Ließ uns so verbunden sein
Das Mysterium Deines Blickes
Löst Verlangen aus nach Glück -
In die Tiefen des Geschickes
Kehren wir dereinst zurück
Welch' vernichtendes Versäumnis
Gingen wir allein dahin -
Denn die Liebe bleibt Geheimnis
Und der Zufall voller Sinn ...
Vertrauen
Ich liebe Deinen weichen Mund
Und seine harten Flüche,
Begehre Deinen Körper und
Das Glashaus Deiner Psyche
Ich liebe Deinen Ruf der Nacht
Und das Gezänk des Tages,
Was mich erzürnt und glücklich macht -
Ich brauch' es und ich mag es
Ich liebe all Dein Hin und Her,
Die Fahrt ins Ungewisse -
Ich mag auch Deine Sanftmut sehr
Und Deine heißen Küsse
Ich liebe Deinen ruhigen Blick
Und Deine Angst und Wut,
Und immer wieder macht es klick -
Und schon wird alles gut ...
Ur-Sachen
Mal schien es leicht, mal war es schwer,
Es wurde, wie es ist -
Drei Jahre ist es nun schon her,
Dass Du mein Leben bist
Du bist die schönste Wiederkehr
Im Wandel der Bestände -
Wo rührt nur unser Sehnen her
In Kopf und Herz und Lende
Gleich wie die Wellen, tief im Meer,
Die Teile sind im Ganzen -
Rührt überall die Liebe her
Im Weinen und im Tanzen
Ich lieb' auch Deine Gegenwehr,
Wenn ich verwickelt bin -
Ich liebe all Dein Hin und Her
Und Dich - inmitten drin
Der Bann der Liebe traf uns sehr,
Er stärkte uns und schwächte -
Rund tausend Tage ist es her
Und auch schon tausend Nächte ...
Lebens-Wert
Manches, was ich andern gebe,
Eines, was mich glücklich macht -
Ob ich sterbe, ob ich lebe,
Hab' ich es schon recht bedacht?
Vieles, was ich nicht erstrebe,
Eines hält mich doch in Trab -
Ob ich sterbe, ob ich lebe,
Dieses hängt von jenem ab!
Alles scheint so in der Schwebe,
Eines bleibt ganz unbeschwert:
Ob ich sterbe, ob ich lebe -
Unsre Liebe ist es wert ...
Nachspiel
Behutsam küsse ich Dein Haar
Und Deine Fingerspitzen,
Seh' unter Deinem Liderpaar
Verliebte Träume flitzen
Umschmeichle sanft und inniglich
Die zart geliebten Brüste,
Unendlich sacht bedecke ich
Den Garten Deiner Lüste
Du schmiegst Dich tief in meinen Arm,
Das Mondlicht grüßt fern-östlich,
Die Nacht war lind, Dein Atem warm
Und Deine Liebe köstlich ...
Wunschliste
Ich möchte Deiner Stimme lauschen
In leisem Frühlingswind -
Mich am geheimsten Klang berauschen,
Zu dem wir fähig sind
Gemeinsam durch den Sommer reisen,
Gefasst an allen Klippen -
Den Sinn des Lebens neu umkreisen
Mit Worten und mit Lippen
In Deine Augen will ich schau'n
Die zarten Seelentüren -
Sie lassen, zwischen Gold und Braun,
Des Herbstes Wärme spüren
Besiegt in letztem Winterwehen
Der Wandel den Bestand -
Möcht' ich Dich schmecken, hören, sehen,
Noch immer Hand in Hand ...
Atemlos
Ich atme Deinen Atem sacht,
Hör' Dich fern-leise lachen,
So will ich nun die ganze Nacht
An Deiner Seite wachen ...
Du ruhst so tief und inniglich,
Sanft möcht' ich Dich berühren,
Wie tief war doch das Glück für mich,
Dein Fleisch und Blut zu spüren ...
Ich liebe Dich, von Frau zu Mann,
Dein Leben, Deine Lieder,
Noch hält die Trauer mich in Bann -
Bald sehen wir uns wieder ...
Freie-Liebe-Song
Ich lade Dich zum Wahnsinn ein,
Nicht ganz allein zu bleiben -
Leibwächter soll die Sehnsucht sein:
Man darf's nicht übertreiben ...
Ich lad' Dich auch zum Spür-Sinn ein
Für beide Existenzen -
Was Dein ist, ist noch lang nicht mein,
Erwarten heißt: begrenzen ...
Ich biet' Dir auch Gespräche an
Statt ewiges Gelaber -
Und liebe, die bekennen kann:
Ganz ohne Wenn und Aber ...
Ein Kind der Freiheit ist die Liebe,
Bar jeglicher Bedrängnis -
Wenn keiner eigenständig bliebe,
Wär's bald schon ein Verhängnis ...
Ich schenk' Dir einen Teil von mir,
Mein Gegen-Teil heißt: Schreiben!
Und gönn' auch Du Dich bitte Dir:
Man darf's nicht übertreiben ...
Dank-Schreiben
Wenn Dein Bewusstsein Sehnsucht funkt
Erfasst es mich im Nu -
Du bist der Dreh- und Angelpunkt
In allem, was ich tu'
Wo geh ich hin, wo kam ich her?
Was zählt, ist nur Dein Kuss -
Du bist die Quelle und das Meer
In meinem Lebensfluss
Das ganze Leben liebe ich
Und das verdank' ich Dir:
Du bist das Äußerste für mich
und Innerste in mir ...
Hingabe
So lass den Tanz der Wellen zu
Und gib Dich einfach hin -
Und tief berührt erfährst auch Du
Die Sinnlichkeit als Sinn
Ein Leben lang und ganz zum Schluss
ein Liebeslied für Dich -
Gevatter Tod den letzten Kuss
Als Höhepunkt an sich ...
Liebeserklärung
In Deinen Adern möcht' ich sein
Und Deinen Venen,
Pulsierend wie ein dunkler Wein
Dein Herz ersehnen
In Deinem Denken möcht' ich sein
Und Deinem Fühlen,
Als möcht' ich Dich zugleich befrei'n
Und auch durchwühlen
Ich möchte Deine Träume bilden
Und Dein Bewusstsein,
In Deinen innersten Gefilden
Dir Trost und Lust sein
Dies alles möcht' ich für Dich sein:
Dein weg, Dein ich -
Doch schließt ein andrer Leib mich ein,
Drum lieb' ich … Dich!
Sehnsucht
Seltsam, wie seit jenen Tagen
Jenes violette Band
Unstillbarer Liebesplagen
Unsern Lebensweg umwand
Liebe schenken und entlehnen,
Sehnsucht, einzeln und als Paar,
Sonderbar, wie jenes Sehnen
Allem fühlen Rahmen war
Wundersam seit jenen Stunden,
Wie der Tag die Nacht umwarb,
Einkehr nach den Abschiedswunden
Tausend Liebestode starb
Grenzenloses Unvermögen,
Wären wir dereinst allein -
Jenseits aller Himmelsbögen
Müssen weit're Tode sein ...
Frei-Spruch
Sehnsucht: innigliches Hoffen,
Das nach Liebe rief -
Liebe: offen, frei und tief,
Tief und frei und offen ...
Dass sie unvergleichlich bliebe,
Tag und Nacht und Tag -
Wen der Himmel retten mag,
Schützt er durch die Liebe ...
Nacht-Verbindung
Telefon um kurz nach Zwei
Nachts - in aller Stille,
Die Verbindung ist nun frei ...
Zufall oder Wille?!
Tiefe Einsicht kurz vor Drei
Nachts - in weiter Ferne,
Sag mir, was die Liebe sei
Voller Hoffnungssterne ...
Tiefe Sehnsucht kurz nach Vier
Vor dem warmen Morgen -
Bald schon fühl' ich mich bei Dir
Wieder ganz geborgen ...
Tiefe Liebe rundherum
Um den Kreis der Stunden -
Bald schon haben wir uns zum
Lohn der Angst gefunden ...
Freude
Dein Lachen ist ein Ohrenschmaus,
Wie kostbar sind die Stunden!
Bei Dir fühl' ich mich wie zu Haus -
So wesenhaft verbunden ...
Du gehst mir nicht mehr aus den Sinn,
Du meine Augenweide -
Du bist in meinem Herzen drin
Und wärmst uns alle beide ...
Dein Himmelsglück ist hier auf Erden
Die Kraft für all mein Schweben -
dass es Dich gibt und all Dein Werden:
Der Trost in meinem Leben ...
Lichterkranz
Auf der Reise an die Küste,
Wo ein Teil das Ganze übt -
Wenn ich es nicht besser wüßte,
Fühlte ich mich bloß verliebt ...
Auf der Reise zu den Meeren
Aus den Tropfen unsrer Zeit -
Führt der Weg uns zu den Sphären
Innerer Verbundenheit ...
Auf der Reise an die Strände
Poesie im Lebenstanz -
Innerste Gezeitenwende,
Augen wie ein Lichterkranz ...
Brand-Stiftung
Ich habe Sehnsucht nach ... uns beiden!
Und nach dem Meer -
Ich mag Dich noch viel besser leiden
Als je seither ...
Welch' tiefe Nähe ich verspürte
In Deinem Blick -
Der mich zu neuem Sehen führte,
Mein zartes Glück ...
Ich möchte Deine Seele necken
Und heiter sein -
Ich möchte Deine Lippen schmecken
Beim Kerzenschein ...
Ein wundersames inn'res Fühlen
Ist mir vergönnt -
Und aus der Ferne muss Du kühlen,
Was hier so brennt ...
Aussichtslos
Hoch will ich Dich in Ehren halten,
Mit Liebe schmücken -
Das ganze Leben neu entfalten
Und Dich beglücken ...
Dich telepathisch in mir spüren,
Dir alles geben -
Zum Wahnsinn täglich Dich verführen,
Mit mir zu leben ...
Mit Dir die Lebenstage grüßen,
Allmorgendlich -
Die Abendröte Dir versüßen
Ganz inniglich ...
Dich ungeahntes Lieben lehren
Auf meinem Floß -
Mich gegen unsre Küsse wehren
Ganz aussichtslos ...
Insgeheim
Geheimnisvolles Blätterrauschen,
Als ob der Himmel sich verneigt -
Denn alle Kreaturen lauschen,
Wo das erhabne Eine schweigt
Geheimnisvolles Seelenspüren
Ob Du nun nah bist oder weit -
Nun öffnen sich die schweren Türen
Zur Welt der Unergründlichkeit
Geheimnisvolle innre Stimmen,
Sie flüstern, was noch niemand glaubt -
Und Hoffnungen, die Weiterglimmen
Nach Dir und uns und überhaupt
Geheimnisvolles Insgeheim -
Kurz vor der Überwindung,
Legt nun mein Liebestod den Keim
Zur ewigen Verbindung ...
Wundertüten
Lass Dein Wundertüten-Lächeln,
Wenn Du Dich von mir entfernst,
Laß uns nicht nach Freiheit hecheln -
Nimm' auch unsre Bindung ernst
Klopf' erst sacht an meine Pforte,
Wenn Du bald mein Herz zerwühlst,
Lass die komplizierten Worte -
Zeig' mir einfach, was Du fühlst
Mag die Nacht den Tag besiegen,
Hundert Kerzen brennen dann,
Lass uns aneinanderschmiegen -
Was man doch nicht trennen kann ...
Krönung
In Deinen Blicken möchte ich lesen,
Wie nah' wir uns sind für alle Zeit -
Verzaubert bin ich von Deinem Wesen,
Geborgen in Deiner Geborgenheit ...
In Deinen Worten schwingt ehrliches Leben,
Kein Quäntchen an Rollenspiel, das uns trennt -
An Deiner Seite möchte ich schweben
In Himmeln, die keiner von uns schon kennt ...
In Deinen Gesten erahn' ich den Segen,
Wenn Lippen und Herzen geöffnet sind -
Ich möcht' Dich begleiten auf innigen Wegen
Und manchmal Dein Haar zerzausen im Wind ...
In Deinen Armen möcht' ich beglückt sein,
Mit all jenen Tiefen des Lebens versöhnt -
Und immer von neuem nach Dir verrückt sein,
Wo so viel Freude die Lust umkrönt ...
Lieben
Lieben heißt, die Hand zu greifen
Und die Seele zu berühren,
Heißt, den Augenblick zu streifen
Nie gekannte Sehnsucht spüren
Und gemeinsam weiterreifen -
Lieben heißt auch Trauer fühlen
Und den Schatten wandern sehen,
Wahnsinnsscherben zu durchwühlen,
Einsam zwischen allen Stühlen -
Bangen und dann still verwehen
Lieben heißt, sich nicht zu wehren
In der Atemnot des Nahseins,
Erst zu küssen und begehren,
Um dann endlos zu entbehren -
Welche Ironie des Daseins ...
Abgesang
Welch ein Geheimnis doch das Leben ist,
es quillt und ruft und welkt und fragt -
und endlich ahnt man hoch betagt,
was Geben ist ...
Welch wundersame Welt das Geben ist,
dort zwischen Dächern, Erde, Zwang und Lust -
und nah dem Abgesang, da wird bewusst,
was Leben ist ...
B-moll-Sonnett
Ist dieser Licht-Blick Teil der Wirklichkeit?
Regiert der Wunsch das innerste Empfinden?
Gelingt es, Wunderkerzen anzuzünden?
Ich hätte gern mehr Raum für solche Zeit ...
Tangenten schmiegen sich an Haut und Haar,
Berühren sich - fern der Unendlichkeit,
Real und traumhaft, einzeln und zu zweit -
Ich wünschte, solche Träume würden wahr ...
Nie mag spontane Kraft Erwartung schüren,
Kann nicht der Weg alleine nur das Ziel sein?
Mag letztlich Unerklärliches im Spiel sein ...
Als Seelenfünklein die Begegnung spüren?
Nur Mut! Das Leben ruft von höchster Zinne:
Nur Geist an Geist ... erblüht das Glück der Sinne!
Drei-Faltigkeit
Das Leben lacht mit tausend kleinen Falten
Und drückt zuweilen auch ein Auge zu,
Doch die Beziehung zwischen „Ich“ und „Du“
Zeugt neue humoristische Gewalten
Der Spaß wird ernst, wo Dreie sich beschummeln
Als seien jeweils Zweie fest ein Paar
In lauen Nächten, sagt man, werde klar,
dass sich Hormone in den Gliedern tummeln
Man greift hinein ins volle Menschenleben
Was immer möglich sei, das darf und kann sein
Und lässt den lieben Gott ‘nen guten Mann sein
Und nimmt und überlässt den anderen das Geben.
So lautet die Moral von dem Sonett:
Bleib’ cool, im Leben und erst recht im Bett ...
Neu-Mond
In fremden Bars, nach langen Fahrten,
ein Schicksalsblick in meine Karten:
Nie wird es sein, so wie es war -
was war’n wir für ein Liebespaar!
Und doch - nun heißt es: warten ...
Der Hafenduft, die plumpen Lieder,
vertraute Blicke, fremde Mieder ...
Nie wird es sein, so wie es war -
Und doch - ob wir dann wohl ... und zwar
halt eines Tages wieder ...?
Der Whiskey hat den Tag vertrieben,
noch ist die Nacht mir treu geblieben ...
Nie wird es sein, so wie es war:
Und doch will ich dann - übers Jahr -
den Mond von neuem lieben ...
Begegnung
Wie schön der Zufall aus den Sternen
In unser Leben greifen kann -
Möcht’ gern Dich tiefer kennen lernen
Dein Wesen zieht mich magisch an ...
Wie schön es war, mit Dir zu sprechen,
Auch ohne Worte, wie Du weißt -
Fern schon der bloßen Oberflächen,
Bevor ich wusste, wie Du heißt ...
Wie schön, wenn man sich so verstehen,
So tief und frei begegnen kann!
Was ist da nur mit uns geschehen?!
Mit Dir und mir, mit Frau und Mann ...
Farbklänge
Das Leben schwingt
Von Weiß bis Schwarz -
Ins Dunkel dringt
Der Rosenquarz ...
Von Blau bis Weiß
Schwingt manches mit -
Unhörbar leis’
Im Sodalith ...
Wo Rot und Blau
Vereinigt sind -
Schützt Mann und Frau
Der Amethyst ...
Die Freude klingt
Wo Ängste starben -
Die Liebe schwingt
In allen Farben ...
Freudensprung
Wann immer ich bloß an Dich denke,
Und das passiert ja Tag für Tag -
Wenn also ich die Blicke lenke
Auf uns, dann ... geht’s Dir auch so, sag?!
Dann fühl’ ich etwas Neues werden,
Und dass mein Herz vor Freude hüpft -
Da ahnt den Himmel man auf Erden,
Wo solcher Geist die Zukunft knüpft ...
Gegenzauber
Mal möcht’ ich mich nach Dir verzehren
Und Dich vermissen -
Dann wieder mich nicht länger wehren
Und zart Dich küssen ...
Mal möcht’ ich Dich in Ruhe lassen
Und still besingen -
Dann zärtlich an den Hüften fassen
Und in Dich dringen ...
Mal ganz romantisch von Dir träumen
Beglückt und einsam -
Und mal vor Lust fast überschäumen
Mit Dir gemeinsam ...
Mal möcht’ ich wie durch Flügeltüren
Beseelt entschweben -
Mal Dich ganz tief von innen spüren
Und mit Dir leben ...
Heimkehr
Wie soll man solch ein Lachen nenne,
Das Leib und Seele heilt -
Wie könnt man einen Menschen kennen,
Wo man noch lieber weilt
Wie soll man solche Sympathie
In Worten nur beschreiben -
Wenn sich zwei Seelen irgendwie
Einander einverleiben
Wie soll man denn ein Glück verstehen
Das einer Blume gleicht -
Wie könnte so etwas vergehen
Das an den Himmel reicht
Wie soll man Nähe tiefer gründen
Als mit der Seelenschwester -
Wo könnte man mehr Frieden finden
Von Weihnacht bis Silvester ...
Hochgefühle
In solchen Tagen liegt der Geist
Charmanter Wahrheitsfindung:
Hier, wo sich Fern- wie Nahverbindung
Lustvoll als Glück erweist ...
In solchen Augenblicken bricht
Ein ganzer Mensch hervor -
Begegnen Ernst sich und Humor,
Empfindung, Klang und Licht ...
Du spürst die Wärme, die es gibt
Im Kern des Alltags-Kühlen:
Champagner auf die Seelenmühlen!
Hoch lebe, was da liebt ...
Liebeslust
Ich mag Dich - und mag jenen Hauch
Wenn Du mich sanft berührst -
Und wenn Du mich ganz innen spürst
In Dir - das mag ich auch ...
Ich hab Dich lieb von Bauch zu Bauch,
Und Deine sexy Stimme -
Und all die Lust, die ich erklimme
In Dir, die lieb ich auch ...
Und Deine Lust, die lieb ich sehr,
Wenn Du Dich bäumst und bäumst -
Wenn Du dann schläfst und lächelnd träumst
Lieb ich Dich fast noch mehr ...
Manchmal-Song
Manchmal glaubt man eigentlich
Lustvoll sich und nah -
Und doch ist so fürchterlich
Schnell der Alltag da ...
Manchmal scheint ein Augenpaar
Wie ein zweites Leben -
Funkelt erst so sternenklar
Und geht doch daneben ...
Manchmal spürt man schon beim Küssen:
Diese Zeit ist um -
Nach solch sinnlichen Genüssen
Fragt man sich, warum ...
Manchmal gibt man sich gescheiter:
Single, statt zu zwein -
Doch dann weiß man auch nicht weiter
Und fällt neu herein ...
Manchmal flirtet man in Bars nur
Zwischen Herz und Knie -
Doch am nächsten Morgen war’s nur
Leise Ironie ...
Schließlich möcht man nichts mehr „haben“
Bloß zusammen „sein“ -
Und vielleicht stellt sich erhaben
Doch noch Liebe ein ...
Minutenwalzer
Ich hab’s in der ersten Minute gewusst
Und mich erst so tapfer gewehrt -
Und doch kam die Liebe und mit ihr die Lust,
Und ich fühlte mich himmlisch beschert
Es gab nicht die kleinste Wahrscheinlichkeit,
Da doch andre Gefühle verwirrten -
Und Tabus, na Du weißt schon, und keinerlei Zeit,
Bis sich liebende Blicke verirrten
Es war ganz unmöglich und ist doch geschehen,
Und die Zeit hat sich seltsam gedehnt -
Ich hab’s in der ersten Minute gesehen
Und mich lebenslang schon gesehnt ...
Siegesmeldung
Der Weg schien weit,
Die Zeit scheint nah -
War Lust und Leid,
Was Liebe sah ...
Ob Leid, ob Lust
Nun überwiegt?
Da fühlt die Brust:
Die Liebe siegt ...!
Vorahnung
Ich mag den Ernst an Dir
Und auch Dein Lachen -
Und wie die Nächte wir
Zum Tage machen ...
Spür’ Deine Haut so gern
Und Deine Hände -
Wer liebt, der schaut so gern
Auf Herz und Lende ...
Ich mag auch Mund an Mund
Mit Dir verzückt sein -
Dich küssen, lieben ... und
Nach Dir verrückt sein ...
Und übermannt und -weibt
Uns Lust und Lust -
Dann mag ich einverleibt
Sein, Brust an Brust ...
Mag mit Dir keuchen und
Mit Dir zerfließen -
Und dann aufs Neu’ den Mund
Ganz zart genießen ...
Ich mag Dich spüren. - Auch
Dereinst begreifen -
Mit Kopf und Herz und Bauch,
In Liebe reifen ...
Ich mag Dein Lachen wie
Den Ernst an Dir -
Da ahnen Er und Sie
Ein großes Wir ...
Du-Song 2
Du bist die Liebe, die mich liebt,
die Sinn mir und Erfüllung gibt,
Du bist der Ernst und auch das Spiel,
Du bist mein Weg und auch mein Ziel,
Du bist mein Anfang und mein Schluss,
so tief und doch ein Hochgenuss,
Du bist, was mir noch Hoffnung gibt -
Du meine Liebe -
die mich liebt ...
Du bist mein Morgen und mein Tag,
und auch die Nacht, die ich so mag,
es gibt nichts Schöneres, das ich wüsste,
Du bist die Freude, die mich küsste,
Du bist die Zeit, die in mir reift,
Du bist die Hand, die nach mir greift,
die Gegenwart, die Zukunft gibt -
Du meine Liebe -
die mich liebt ...
Du meine Sonne, ich Dein Mond,
Du bist der Stern, der in mir wohnt,
Du bist das Licht, das mich so wärmt,
Du bist mein Lied, das Dich umschwärmt,
im weiten Meer bist Du mein Boot,
und noch mein Leben nach dem Tod,
Du Erde, die den Himmel gibt -
Du bist die Liebe -
die mich liebt ...
Jubiläum
Du hast in einem Herzen Platz,
seit ich Dich sah –
Fünf Jahre sind es schon, mein Schatz,
wie schön und wahr!
Fünf Jahre voller Liebe heute
in goldenem Schimmer –
die Große Liebe für uns beide,
und zwar für immer!
Ich liebe Dich mit Haut und Haar,
ob laut, ob still –
und riefe immer wieder „Ja! “
und „Yes, I will! “
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