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Augenblicke

 

  Ihre Augen garantierten auch diesmal jene unverborgene Plattform fern aller Klischees, eine Euphonie der Begegnung ohne Begriffe. Die alten, schlürfenden Schritte; Schrank, Tisch, vertraute Handgriffe, dann ein stummes Intermezzo der Gedanken:

  ‘Dieses’ - ‘schön’ - ‘dir’ - ‘danke‘, lautlos, echt, inniglich.

 

  Noch asymmetrischer die gewölbten Lider, prägnanter die Ringe; pittoreskere Essenzen unzähliger Erfahrungen, die aus dem Meer der Falten und Blicke herüber leuchteten.

 

  An jenem Februartag hatten sich ihre Brauen in der glatten Einsamkeit der Stirn gesorgt; nun haben die Wimpern etwas Relatives, Versöhnliches beigefügt.

 

  Natur und Kunst lieben mich grau und bunt. Weich empfängt das Lager Gunst und Verstehen, über alle Grenzen löst sich eine imaginäre Gleichung.

 

  ‘Nimm’, sagt, wahr und ruhig, zwischen den Lichtern eine karezzafarbene Melodie; eine Sinfonie der Lust umschließt unsere Pupillen, alt und stumm, eins in eins.

  ‘Geh nun’, unsagbar sanft, nicht Friede, nicht Wehmut, aber Wegskizzen, zyklische Akkorde auf der Klaviatur der Existenz, vor der Palette des Todes.

 

 

 

©  Hilmar Alquiros